Star Trek Picard

Audiovisuelle Medien (Filme, Serien, Videos, Streaming, Clips usw.)
Benutzeravatar
Rukh
E-Obba

Beitrag von Rukh »

Habe gestern die S01E04 gesehen und bei mir eine deutliche Abflachung der Spannungskurve festgestellt … :?
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Ich bin nicht allein ...

[4T2]Babelfish hat geschrieben: Fr. 14.2.2020 10:37
[4T2]Babelfish hat geschrieben: Fr. 14.2.2020 10:19 Wenn das mit der Serie so weiter geht, höre ich auf, die zu schauen. Die vierte Folge fand ich kaum zu ertragen.
Spoiler
Billige Sets, lahme Storyentwicklung, eindimensionale Charaktere, konstruierte Handlungsstränge, unglaubwürdige Liebschaften, ein geriatrischer Hauptdarsteller mit dem ich mich nicht/kaum identifizieren kann, zum Schluss dann ein Deus-Ex-Machina-Moment und ein bisschen Fanservice durch Seven-of-Nine. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich mich a.) von allem außerirdischen Rassen und Völkern immer am wenigsten für die Romulaner interessiert haben (und die in dieser Serie obendrein auch noch krass überzeichnet finde mit ihrem ganzen jämmerlichen Mystik-Scheiß) und ich b.) das Faszinierende an den Borg an sich immer ihr Auftreten als Kollektive fand (und daher z.B. bereits mit der Königin aus First Contact und sogar ein bisschen mit der Locutus-Storyline gefremdelt habe). Und ich fürchte sehr, dass uns diese Serie auch zu diesem Thema irgendeinen nonsens-esoterischen Überbau präsentieren wird - das Borg-Über-ich, oder was auch immer.
Zu den wenigen Lichtblicken der Serie gehören für mich bislang ...
Spoiler
... der lustige Captain des gemieteten Raumschiffs und seine diversen Hologramm-ichs sowie Dr. Agnes Jurati mit ihrer naiv-offensiven Art ... plus die Interaktion dieser beiden Figuren. Auch den Dahj/Soji Asha Charakter finde ich interessant. Da hört es dann aber auch schon auf.
Benutzeravatar
Fut Ura
Zickenbändiger

Beitrag von Fut Ura »

umso mehr Folgen Babel schaut, desto besser wird die Serie \o/
Benutzeravatar
Bandito
Diva

Beitrag von Bandito »

Mir fehlt es einfach an Inhalt

Romulus - kaputt
Flüchtlinge - aufgrund der Vorgeschichte nicht gerne gesehen
Androiden - Mars kaputt gemacht (warum auch immer) und deshalb verboten
2 Androiden Mädchen - eine kaputt, die andere noch unterwegs
Paar Romulaner in nem kaputten Borg Schiff - entfernen Implantate
Opa Picard möchte 2.Androiden Mädchen finden - beamt auf ein Schiff und "machen sie es so"
Irgendein Schiff, von irgendwem, bzzt bzzt bzzzt, 7o9 - huhu

wohoooo :sleepy:
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Lino joins Team Babel ... :D
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

Spoiler
Romulus - kaputt

- Supernova, gesehen in StarTrek 11, absolut im Kanon

Flüchtlinge - aufgrund der Vorgeschichte nicht gerne gesehen

- Aktuelle Rassismusdebatte

Androiden - Mars kaputt gemacht (warum auch immer) und deshalb verboten

- Künstliche Intelligenz, Segen oder Gefahr?

2 Androiden Mädchen - eine kaputt, die andere noch unterwegs

- Aufhänger, mitten am hellichten Tag auf der Erde Ermordung durch romulanische Eliteeinheiten, SACRE BLEU

Paar Romulaner in nem kaputten Borg Schiff - entfernen Implantate

- Geht völlig konform mit den Erlebnissen aus StarTrek Voyager, daher ist auch das Erscheinen von Seven nicht überraschend

Opa Picard möchte 2.Androiden Mädchen finden - beamt auf ein Schiff und "machen sie es so"
Irgendein Schiff, von irgendwem, bzzt bzzt bzzzt, 7o9 - huhu

- Das ist ja wohl der Erzählperspektive geschuldet und ein gern genutztes Stilmittel. Manche Dinge werden bekannt gemacht, andere bleiben (zunächst) im Verborgenen
sich als Trekki mit Serienstreamer über StarTrek-Serien streiten ist nach meiner neuesten Erfahrung sinnlos.
Benutzeravatar
Blind Fish
UE25er

Beitrag von Blind Fish »

ziemlich :d=:

Ich fühle mich außerordentlich gut unterhalten und auch die letzte Folge war wieder viel zu schnell zu Ende.

Wann geht's mit Disc weiter? Ich mag zwar Picard lieber aber wie es mit Disc weitergeht, würde mich auch interessieren. :six:
Benutzeravatar
Roadrunner
Pustevogel

Beitrag von Roadrunner »

Also ich bin kein Trekki und habe bis auf Voyager und Star Trek: Enterprise keine der Serien konsequent verfolgt.

Mir gefällt Picard bis jetzt.

Es ist halt eine "ruhige" Erzählart und keine dynamische und actiongeladene. Das ist jetzt weder gut noch schlecht. Aber mag halt nicht jeder.
Benutzeravatar
Rukh
E-Obba

Beitrag von Rukh »

[4T2]Babelfish hat geschrieben: Di. 18.2.2020 18:39 Lino joins Team Babel ... :D
Wir werden alle sterben :help:
Benutzeravatar
Blind Fish
UE25er

Beitrag von Blind Fish »

Rukh hat geschrieben: Di. 18.2.2020 22:25
[4T2]Babelfish hat geschrieben: Di. 18.2.2020 18:39 Lino joins Team Babel ... :D
Wir werden alle sterben :help:
es löst eine paradoxe Kettenreaktion im Raum-Zeit-Kontinuum aus und das Universum wird implodieren? :silly2:
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

Die Abrams-Filme, Schaffung der Kelvinzeitlinie, wohl auch aus rechtlichen Gründen, hat alle Trekkis ganz schön durchgeschüttelt. Discovery wird ziemlich kritisiert.
Die Produzenten reagieren auf die Community (!) bei Discovery und "biegen" einiges grade. Sie zeigen zB wieder gewohnt aussehende Klingonen, verbinden lose Enden, wie ich finde, geschickt. Bin sehr auf S3 gespannt. Könnte eine Art
Spoiler
Voyager werden. Hab grad nicht auf dem Schirm, in welchem Quadranten sie gelandet sind. Zwischen Gamma und Delta wäre cool. Beta noch geiler, da gibt es kaum etwas zu.
.
Bei Picard haben sich sehr viele im Vorfeld Sorgen gemacht, ich hingegen war mir sicher, daß Sir Stewart seine Erfahrung mit dem Franchise wird einfließen lassen und ließ mich einfach nur überraschen.
Die Mischung aus alten Gewohnheiten und der Moderne (sowohl im Kanon als auch im Kalender sirnd wir 25 Jahre weiter) gefällt mir sehr gut.
Die Kritik nehme ich aber dennoch gerne hin. Schade, wenn sie dem einen oder anderen nicht gefällt. Ich hoffe jedoch, dass sie das Franchise wieder ordentlich ankurbelt und eine Folgegeneration aufgestellt wird.
Ab 2400+ passieren sehr spannende Dinge im Kanon.
Iconianischer Krieg, Dysonspheren im Alpha und Deltaquadranten, gebaut von den Solanae, der Temporale Krieg (!), Zeitagenten, Erforschung des Gammaquadranten, Spezies 8472 und der fluide Raum, die gewaltigen Stadtschiffe der Voth, eine reptiloide Rasse aus dem Deltaquadranten, die aber hört hört von der Erde stammen und von den Dinosaurieren ab-stammen.
Das könnte, gut inszeniert, total tolle Unterhaltung werden.
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Sie hätten damals wenigstens ENT zu einem vernünftigen Ende führen können Scott Bakula aka Jonathan Archer hätte es verdient gehabt.
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

Ich war über das Ende der Serie nicht glücklich. Hatte sich sehr gut entwickelt. Total bekloppte Umstände, die zur Absetzung führten.
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Was mich ärgert, dass es im Rahmen der Entscheidung für die Absetzung einer Serie nicht jeweils einen Passus gibt, der die Macher bei nicht total unterirdischen Zuschauerzahlen (und v.a. dann, wenn es sich um einen elementaren Bestandteil eines sog. Franchises handelt) dazu verpflichtet, alle losen Enden wenigstens einigermaßen logisch in einer finalen Episode zusammenzufassen und aufzuklären. So wie Joss Whedon es seinerzeit dank der Fans für Firefly mit Serenity machen konnte.

In Las Vegas gibt es bspw. ein Gesetz, das Bauherren dazu zwingt, immer mindestens so viel Geld für ihre Vorhaben bereit halten zu müssen, dass der Rohbau einer Fassade wenigstens ordentlich verkleidet werden kann. Geht das Unternehmen dann pleite, steht wenigstens nicht irgend so eine hässliche Bauruine mitten in der Stadt. Genau so ein Gesetz oder zumindest eine derartige Selbstverpflichtung müsste es auch für Serienmacher geben.

Ich gehöre zu den Zuschauern, die aufgrund der Tatsache, dass es so etwas nicht gibt, inzwischen beim Goutieren und Empfehlen von Serien deutlich vorsichtiger geworden ist. Eben weil auch ein großer Name wie Star Trek den Zuschauer nicht davor schützt, am Ende mit einem nie geklärten Cliffhanger sitzen gelassen zu werden.
Benutzeravatar
Rukh
E-Obba

Beitrag von Rukh »

[4T2]Babelfish hat geschrieben: Mi. 19.2.2020 11:19 Was mich ärgert, dass es im Rahmen der Entscheidung für die Absetzung einer Serie nicht jeweils einen Passus gibt, der die Macher bei nicht total unterirdischen Zuschauerzahlen (und v.a. dann, wenn es sich um einen elementaren Bestandteil eines sog. Franchises handelt) dazu verpflichtet, alle losen Enden wenigstens einigermaßen logisch in einer finalen Episode zusammenzufassen und aufzuklären. So wie Joss Whedon es seinerzeit dank der Fans für Firefly mit Serenity machen konnte.
Oh ja … siehe Salvation … zwei Staffeln, eine dritte war geplant kam aber nicht, die zweite endet mit dem übelsten Cliffhanger den ich bis jetzt gesehen habe.
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

[4T2]Babelfish hat geschrieben: Fr. 14.2.2020 16:17 Und ich schreibe bei Gelegenheit gerne mal konkret auf, was mich alles stört.
Also, um es mal vorweg zu sagen, ich bin tatsächlich ein Star Trek Fan. Nicht so fit hinsichtlich des Kanons wie z.B. der CC aber doch ein so großer Fan, dass ich wahrscheinlich alles gesehen habe, wo in irgendeiner Form Trek oder Enterprise drauf steht. Bevor ich mit meiner Kritik an Picard starte, möchte ich ein paar dafür wichtige Aspekte erwähnen. Wer sich dafür nicht interessiert, der kann die nächsten drei Absätze einfach überspringen.

Um mein Problem mit Picard zu verstehen, muss ich u.a. zu den Anfängen von Star Trek zurückkehren. An der Original-Serie (TOS) faszinierte mich v.a. das Zusammenspiel der Hauptcharaktere mir dem impulsiven Kirk, dem stets logischen Spock, dem ironischen McCoy, dem ritterlichen Sulu, dem schlitzohrigen Chekov und dem bärbeißigen Scotty. Uhura (deren Wichtigkeit für die Popkultur sich mir erst mit fortschreitendem Alter erschloss) war mir zunächst nicht so präsent. Roddenberrys Vision von einer friedlichen, prosperierenden dabei aber nicht kapitalistisch getriebenen Erdgesellschaft machte für mich ebenfalls die Faszination der Serie aus. Vor allem, weil man diesen Aspekt nicht sofort und allzu dick aufs Brot gestrichen bekam. Die Dinge waren in der Serie eben wie sie sind und man wurde sich dessen erst bewusst, wenn man sie mit unserer damals realen Gesellschaft verglich.

Ich würde heute so weit gehen, dass mich Star Trek hinsichtlich meines Menschenbildes stark geprägt hat. Ich glaube daran, dass die Menschen zu einer friedlichen Koexistenz in der Lage sein sollten. In einer Gesellschaft in der es jedem Möglich sein sollte, sich persönlich zu entfalten, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Ausrichtung und natürlich nur so lange, wie diese Entfaltung niemand anderen in dessen Entfaltung einschränkt. Es war mir wichtig, dies zu betonen. Denn bei der Beurteilung der Entwicklung, die die Erzählungen aus dem Star Trek Universum inzwischen machen, spielt diese Faszination eine grundsätzliche Rolle und setzt die Parameter, ob eine neue Serie aus diesem Franchise als beliebig oder prägend angesehen werden sollte.

Einen zweiten Exkurs möchte ich vorab zum Thema Seriendramaturgie unternehmen, bevor ich mich Picard dann konkret widme. Grob gibt es zwei Arten von Serien. Zum einen die, bei denen das Setting mehr oder weniger konstant ist und stets nur kleine Geschichten erzählt werden, die mit dem Ende jeder Folge abgeschlossen sind. In der extremen Form dieser Art von Serie, verändert sich auch die Konstellation der Charaktere zueinander nicht, egal wie oft neue Staffeln produziert werden (so wie in den Simpsons, in denen auch nach 31 Staffeln Maggie immer noch ein Baby ist). Manchmal erlauben sich derartige Serien aber zumindest, wiederkehrende Themen einzubauen (so wie z.B. das des Laughing Man in Ghost in the Shell). Während dies bei TOS noch eher selten (und die späteren Filme mal außen vor gelassen eigentlich gar nicht) passierte, war dies bei The Next Generation schon üblich. Wiederkehrende Themen wie die Begegnungen mit Q, die Hintergründe der mysteriösen Guinan, Datas Entwicklung zu mehr Menschlichkeit, die leider nie abgeschlossene Erzählung zur besonderen Auserwähltheit Wesley Crushers, machten die Serie auch über längere Zeit spannend. Bei den Einzelepisoden verzieh man damals durchaus auch mal etwas langweiligere Folgen, wenn diese von spannenden Erzählungen, die sich oft um moralische Entscheidungen drehten, abgelöst wurden. DS9 und VOY trieben diese Art der Erzählform schließlich auf die Spitze. Auch hier gab es natürlich einzelne Episoden mit in sich abgeschlossenen Geschichten, dennoch diente jede Handlung und jede Begegnung immer mehr oder weniger der Ausarbeitung der Charaktere und der Meta-Ebene der Storyline. Es gab eben bei beiden einen wirklichen Trek (englisch: "Wanderung" also eine "Reise") ein Ziel auf das die Serie mit ihrem Narrativ hinsteuerte. Später bei ENT hatten die Macher diesen Aspekt zunächst ein wenig aus den Augen verloren, sich dann aber (nur leider zu spät) dieser Erzählweise erinnert und sie wieder aufgegriffen. DISCO und jetzt auch Picard bestehen fast nur noch aus Metaebene und sind daher an sich schon ganz andere Serien als das, was wir früher zu sehen bekamen.

OK, danke für Eure Geduld. Ab hier beginnt meine Kritik an Picard. Achtung, ab jetzt gibt's SPOILER!

Die Figur des Jean-Luc Picard war in TNG immer die eines weisen Raumschiff-Kapitäns, der häufig durch seine Führungsstärke und seine salomonischen Entscheidungen moralische Dilemma lösen konnte. Er war von seiner Crew geachtet und das obwohl er häufig auch unangenehme Entscheidungen getroffen hat und sich an sich nie auf faule Kompromisse einließ. Picard war geachtet, weil er so verlässlich war. Nie (oder nur ganz selten) impulsiv, stets fair und hart zu sich selbst wie auch zu den Leuten, die er befehligte und aus denen er im Verlauf der Serie das Beste herausholte. Diesen Jean-Luc Picard sehe ich in der neuen Serie nicht. Hier findet man einen eigensinnigen Querkopf, einen Besserwisser und (teilweise) provokanten Ekel, der mit der alten Figur in vielerlei Hinsicht nichts mehr zu tun hat. Niemals hätte der alte Picard seinem Hund einen Namen gegeben der dem Spitznamen seines ehemaligen ersten Offiziers gleicht. Niemals wäre der alte Picard so lieblos mit einer alten Weggefährtin wie Raffi umgegangen, niemals hätte er einen jungen Hitzkopf wie Elnor so uninspirierend anzuheuern versucht. Er ist quasi das Abziehbild eines typischen alten weißen Mannes geworden. Schade.

Klar, die Figur hat ja auch einiges mitgemacht, aber Picard war immer das Paradebeispiel für Roddenberrys Vision besagter zukünftiger Gesellschaft. Integer, moralisch überlegen, bedacht, visionär ... und jetzt? Natürlich ist eine derartige Charakterentwicklung denkbar, aber wir reden hier über die namensgebende Hauptfigur der Serie und ich ärgere mich darüber, dass ich mit ihre fremdele. Dass sich dieser Picard irgendwie unpassend anfühlt. Aber das alleine wäre ja noch nicht so schlimm. Schon an vielen anderen Stellen wurde uns ja gezeigt, dass es mit der Roddenberry-Vision der Föderation inzwischen nicht mehr weit her ist. Korruption, Machtgeilheit und Intrigen waren inzwischen bei etlichen Fortführungen der Erzählungen wichtige Handlungsmotive. Aber so blank und unverhohlen wie in Picard sind uns diese noch nicht präsentiert worden. Das Klischee vom Amts- und Würdenträger, der (in diesem Falle die) heimlich für den politischen Gegner arbeitet ist zum einen nicht neu, zum anderen für meinen Eindruck viel zu eindeutig, zu früh und zu stumpf in die Serie eingebaut worden. Die Szene mit Admiral Clancy hatte kaum begonnen, da dachte ich schon, hoffentlich machen sie es sich nicht so einfach, und stecken diese Frau mit unter die Decke der Bösewichte. Machen wir uns das mal klar. Es ist die zweite Episode einer neuen Serie und wir sind bereits damit konfrontiert, dass es eine groß angelegte Verschwörung gibt, in die hochrangige Sternenflottenbeamte involviert sind und an sich ist noch nicht mal richtig klar warum eigentlich. Was ist deren Motivation? Ich sitze vor der Glotze und denke nur, och nee, bitte nicht. Langweilig!

Dann die ganzen Ungereimtheiten (die ich einfach nur schlechtes Storytelling nenne), z.B. Picards Traumsequenzen aus der ersten Folge mit Data, in denen der das Bild seiner Tochter malt. Was soll das? Ist Picard jetzt ein Hellseher, wenn einen Tag später genau diese Tochter auftaucht? Was ist mit Datas tatsächlicher Tochter Lal aus TNG? Wie konnten Dahj und Soji die ganze Zeit existieren, ohne dass irgendwer Wind davon bekam? Maddox war ja nicht irgendein irrer Wissenschaftler auf einer einsamen Insel. Wie soll es möglich sein, aus einem einzelnen Positron aus Datas Gehirn ein Wesen zu erschaffen, das auch nur im entferntesten etwas mit Data gemein haben könnte, geschweige denn als seine Tochter bezeichnet werden könnte? Und wie hat es zumindest eine dieser Töchter geschafft, im romulanischen Mystizismus (in der Prophezeihung eines Zerstörers) verankert zu sein? Warum wollen romulanische Kräfte die eine Tochter entführen, während die andere ganz frei auf einem Borg-Artefakt für die Romulaner (oder zumindest mit ihnen) arbeitet (beide jeweils ohne zu ahnen, wer sie eigentlich sind). Warum beamt man für die Entführung der einen Tochter irgendwelche Schergen auf die Erde statt die Tochter einfach hoch zu beamen?

Und überhaupt diese Romulaner ... was ist nur aus denen geworden? Früher wirkten die immer so technokratisch und kalt. Quasi eine Metapher für die Chinesen der 80'er und 90'er Jahre. Immer mit ihren hochgeschlossenen grausilbernen Uniformen und ihrem ewig gleich aussehenden schwarzen Haarschnitten. Jetzt sind das irgendwelche inhomogen auftretenden vorindustriellen Trampel und leben in Behausungen, die man sonst in TNG bei irgendeinem Volk gesehen hätte, das von der obersten Direktive vor einem Eingreifen der Föderation geschützt war. Und diese völlig unglaubwürdige Liebesbeziehung zwischen dem völlig unromulanisch auftretenden Narek bzw. dem sich langsam spinnenden Dreieck mit dessen sehr romulanisch auftretenden Schwester (?) Narissa ... immer undurchsichtig und bedeckt, dabei interessieren mich schon nach fünf Minuten die Geheimnisse dieser beiden eigentlich nicht sondern ich bin von ihrem ganzen Gehabe eigentlich nur genervt. Ah, mal wieder das Klischee der fiesen Geschwister, die nicht miteinander aber auch nicht ohne einander können.

Klischees gibt es jedenfalls viele in der Serie und weitere Momente schlechter Drehbucharbeit, in denen die Figuren z.B. in quasi aussichtslosen Momenten durch bloßen Zufall von unvorhergesehenen Elementen gerettet werden (v.a. vor ihrer eigenen Blödheit). Nie hätte der echte Picard sich auf so ein unsinniges Abenteuer wie die Reise nach Vashti eingelassen, aber irgendwie musste ja noch Elnor an Bord kommen, sei's drum. Da wird ein Bösewicht angedeutet, der dann auch prompt mit seinem alten Bird of Prey auftaucht und Rios' Schiff zu zerlegen droht, wenn nicht plötzlich 7-of-9 am Horizont erscheinen würde und alles wieder durcheinander bricht. Das Universum ist groß, aber nicht groß genug für solche Zufälle. Und ich könnte erzählen und erzählen und käme kaum zu einem Ende was solche Scheißmomente angeht.

Klar, die Serie begeistert viele Zuschauer, weil die Star Trek Fans häufig inzwischen in einem ähnlichen Alter sind wie die alte TNG Crew und für solche Leute heute nur noch selten Sendungen gemacht werden. Das ist reiner Fanservice. Aber früher oder später wird auffallen, wie sehr an den Haaren herbeigezogen viele Storyelemente sind und die Begeisterung wird nachlassen. Oder sie schaffen es, in einem unglaublichen Twist noch irgendwie die Kurve zu kriegen. Das wäre dann allerdings echt ein Wunder. Ich werde Picard weiter schauen, in der Hoffnung, dass dieses Wunder doch noch eintritt. Aber ich bin skeptischer denn je.

Wenn Ihr Euren Spaß mit der Serie habt, gönne ich Euch den. Aber wundern darf ich mich darüber trotzdem. :p
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Rukh hat geschrieben: Mi. 19.2.2020 11:35
[4T2]Babelfish hat geschrieben: Mi. 19.2.2020 11:19 Was mich ärgert, dass es im Rahmen der Entscheidung für die Absetzung einer Serie nicht jeweils einen Passus gibt, der die Macher bei nicht total unterirdischen Zuschauerzahlen (und v.a. dann, wenn es sich um einen elementaren Bestandteil eines sog. Franchises handelt) dazu verpflichtet, alle losen Enden wenigstens einigermaßen logisch in einer finalen Episode zusammenzufassen und aufzuklären. So wie Joss Whedon es seinerzeit dank der Fans für Firefly mit Serenity machen konnte.
Oh ja … siehe Salvation … zwei Staffeln, eine dritte war geplant kam aber nicht, die zweite endet mit dem übelsten Cliffhanger den ich bis jetzt gesehen habe.
Da fallen mir viele Serien ein: Doll House, V (sowohl die alte Serie als auch das Reboot), Terminator: The Sarah Connor Chronicles, Re:Genesis, (wahrscheinlich leider auch) TheOA, Dark Angel, Utopia oder sogar ein Klassiker wie Mork vom Ork.

:motz:
Benutzeravatar
d-high
Turntablerocker

Beitrag von d-high »

CaesarCommodus hat geschrieben: Di. 18.2.2020 19:19
Spoiler
Romulus - kaputt

- Supernova, gesehen in StarTrek 11, absolut im Kanon

Flüchtlinge - aufgrund der Vorgeschichte nicht gerne gesehen

- Aktuelle Rassismusdebatte

Androiden - Mars kaputt gemacht (warum auch immer) und deshalb verboten

- Künstliche Intelligenz, Segen oder Gefahr?

2 Androiden Mädchen - eine kaputt, die andere noch unterwegs

- Aufhänger, mitten am hellichten Tag auf der Erde Ermordung durch romulanische Eliteeinheiten, SACRE BLEU

Paar Romulaner in nem kaputten Borg Schiff - entfernen Implantate

- Geht völlig konform mit den Erlebnissen aus StarTrek Voyager, daher ist auch das Erscheinen von Seven nicht überraschend

Opa Picard möchte 2.Androiden Mädchen finden - beamt auf ein Schiff und "machen sie es so"
Irgendein Schiff, von irgendwem, bzzt bzzt bzzzt, 7o9 - huhu

- Das ist ja wohl der Erzählperspektive geschuldet und ein gern genutztes Stilmittel. Manche Dinge werden bekannt gemacht, andere bleiben (zunächst) im Verborgenen
sich als Trekki mit Serienstreamer über StarTrek-Serien streiten ist nach meiner neuesten Erfahrung sinnlos.
This... mir gefällt die langsame Entwicklung hervorragend. Ist eben nicht wie TNG, wo jede Folge eigtl eine abgeschlossene Geschichte ist.
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

[4T2]Babelfish hat geschrieben: Mi. 19.2.2020 12:39
Die Figur des Jean-Luc Picard war in TNG immer die eines weisen Raumschiff-Kapitäns, der häufig durch seine Führungsstärke und seine salomonischen Entscheidungen moralische Dilemma lösen konnte. Er war von seiner Crew geachtet und das obwohl er häufig auch unangenehme Entscheidungen getroffen hat und sich an sich nie auf faule Kompromisse einließ. Picard war geachtet, weil er so verlässlich war. Nie (oder nur ganz selten) impulsiv, stets fair und hart zu sich selbst wie auch zu den Leuten, die er befehligte und aus denen er im Verlauf der Serie das Beste herausholte. Diesen Jean-Luc Picard sehe ich in der neuen Serie nicht. Hier findet man einen eigensinnigen Querkopf, einen Besserwisser und (teilweise) provokanten Ekel, der mit der alten Figur in vielerlei Hinsicht nichts mehr zu tun hat. Niemals hätte der alte Picard seinem Hund einen Namen gegeben der dem Spitznamen seines ehemaligen ersten Offiziers gleicht. Niemals wäre der alte Picard so lieblos mit einer alten Weggefährtin wie Raffi umgegangen, niemals hätte er einen jungen Hitzkopf wie Elnor so uninspirierend anzuheuern versucht. Er ist quasi das Abziehbild eines typischen alten weißen Mannes geworden. Schade.
Er ist kein Raumschiffkapitän mehr, 94 Jahre alt und Admiral a.D. der Sternenflotte, der sich seit 20 Jahren grämt für den Tod von Data. Das von Dir oben aufgezählte, Traditionelle kam sehr gut im Interview rüber. Da war er Picard der alten Schule. Man merkt auch, dass er mit dem Laden so gut wie fertig ist, eingedenk seiner tödlich verlaufenden Erkrankung, die auch schon in TNG thematisiert wurde, rundet sich das Bild nicht zum typischen Abziehbild eines weißen Mannes, sondern zu einem von Leidenschaft und Freundschaft angetriebenen Greis, der einige Dinge aus seiner Vergangenheit wieder gradrücken möchte. Und dieses Konzept kommt sehr authentisch rüber.
Klar, die Figur hat ja auch einiges mitgemacht, aber Picard war immer das Paradebeispiel für Roddenberrys Vision besagter zukünftiger Gesellschaft. Integer, moralisch überlegen, bedacht, visionär ... und jetzt? Natürlich ist eine derartige Charakterentwicklung denkbar, aber wir reden hier über die namensgebende Hauptfigur der Serie und ich ärgere mich darüber, dass ich mit ihre fremdele.
Picard hält doch genau diese Fahne Roddenberrys aufrecht, im Gegensatz zur Föderation. Auch das ist übrigens nicht neu. Gar nicht neu. Diese Intrigen kamen schon immer von außen, auch wenn der eine oder andere Admiral seine eigenen Vorstellungen hat einfließen lassen.
Dass sich dieser Picard irgendwie unpassend anfühlt. Aber das alleine wäre ja noch nicht so schlimm. Schon an vielen anderen Stellen wurde uns ja gezeigt, dass es mit der Roddenberry-Vision der Föderation inzwischen nicht mehr weit her ist. Korruption, Machtgeilheit und Intrigen waren inzwischen bei etlichen Fortführungen der Erzählungen wichtige Handlungsmotive. Aber so blank und unverhohlen wie in Picard sind uns diese noch nicht präsentiert worden.
Ich finde, genau jetzt wird es mal Zeit auch. Die romulanische Katastrophe rüttelt am Machtgefüge, ich erinnere an die neutrale Zone. Diese Konflikte schwelen schon seit Jahrhunderten und es ist eben nicht immer alles Gold, was glänzt.
Die Aufbruchstimmung in der TOS war ein kurzer Abschnitt der Neugier. Das Zusammentreffen mit teils kriegerischen Spezies im Raum führt eben ganz klar nicht zu Friede, Freude, Eierkuchen. Und Menschen sind politisch auch immer noch Menschen. Im Grunde geht es immer um den Selbsterhalt.
Das Klischee vom Amts- und Würdenträger, der (in diesem Falle die) heimlich für den politischen Gegner arbeitet ist zum einen nicht neu, zum anderen für meinen Eindruck viel zu eindeutig, zu früh und zu stumpf in die Serie eingebaut worden. Die Szene mit Admiral Clancy hatte kaum begonnen, da dachte ich schon, hoffentlich machen sie es sich nicht so einfach, und stecken diese Frau mit unter die Decke der Bösewichte. Machen wir uns das mal klar. Es ist die zweite Episode einer neuen Serie und wir sind bereits damit konfrontiert, dass es eine groß angelegte Verschwörung gibt, in die hochrangige Sternenflottenbeamte involviert sind und an sich ist noch nicht mal richtig klar warum eigentlich. Was ist deren Motivation? Ich sitze vor der Glotze und denke nur, och nee, bitte nicht. Langweilig!
Ich denke mir eher, wow, was für eine Pace. Diese Strukturen existieren schon offensichtlich seit mehr als 20 Jahren, plötzlich tritt Picard wieder auf die Bühne. Der Zuschauer muss einfach abgeholt werden. Die Involvierung der Sternenflotte oder eben eines Departments der Sternenflotte (ich habe da nämlich schon eine Ahnung) sehe ich als zweitrangig. Viel interessanter ist die Geschichte um die Romulaner und die Synths, mit ein wenig Borg (na, klingelt da was?). Das Serienthema ist, wie ich schon erwähnte, eine logische Konsequenz aus den Geschehnissen am Ende der TNG-Kinofilme und den kanonischen Gegebenheiten aus dem späten, 24. Jahrhundert.
Dann die ganzen Ungereimtheiten (die ich einfach nur schlechtes Storytelling nenne), z.B. Picards Traumsequenzen aus der ersten Folge mit Data, in denen der das Bild seiner Tochter malt. Was soll das? Ist Picard jetzt ein Hellseher, wenn einen Tag später genau diese Tochter auftaucht?
Picard hat einen Zugang zum Mystischen. -> https://youtu.be/mha0N1Cx1Ck?t=76

Was ist mit Datas tatsächlicher Tochter Lal aus TNG? Wie konnten Dahj und Soji die ganze Zeit existieren, ohne dass irgendwer Wind davon bekam? Maddox war ja nicht irgendein irrer Wissenschaftler auf einer einsamen Insel. Wie soll es möglich sein, aus einem einzelnen Positron aus Datas Gehirn ein Wesen zu erschaffen, das auch nur im entferntesten etwas mit Data gemein haben könnte, geschweige denn als seine Tochter bezeichnet werden könnte?
https://youtu.be/Z9lQTiioyU8?t=22

Das Ergebnis war ein riesiges Trümmerfeld. Auch wenn die Crew der E nach Resten gesucht hat, denke ich, wird es sehr spannend werden, was die Romulaner am Ende da noch rausgefischt haben. Vielleicht waren es sogar die Borg?
Und wie hat es zumindest eine dieser Töchter geschafft, im romulanischen Mystizismus (in der Prophezeihung eines Zerstörers) verankert zu sein? Warum wollen romulanische Kräfte die eine Tochter entführen, während die andere ganz frei auf einem Borg-Artefakt für die Romulaner (oder zumindest mit ihnen) arbeitet (beide jeweils ohne zu ahnen, wer sie eigentlich sind). Warum beamt man für die Entführung der einen Tochter irgendwelche Schergen auf die Erde statt die Tochter einfach hoch zu beamen?
Zum Beamen durch Strukturen muss das Signal verstärkt um erfasst werden zu können. Das können Kommunikatoren zB. In der Szene waren zwei Lebensformen im Raum. Zwar kann man die Lebenszeichen unterscheiden anhand rassenspezifischer Merkmale wie Blutdruck, Herzrate, Wärme etc, aber sie streuen gewaltig.

https://youtu.be/Ro_QpDJX-Sk?t=32

Deswegen wird sehr oft auch der Satz gesprochen, halten Sie meinen Kommunikator dauerhaft erfasst oä. Szene ist schwer zu finden.
Und überhaupt diese Romulaner ... was ist nur aus denen geworden? Früher wirkten die immer so technokratisch und kalt. Quasi eine Metapher für die Chinesen der 80'er und 90'er Jahre. Immer mit ihren hochgeschlossenen grausilbernen Uniformen und ihrem ewig gleich aussehenden schwarzen Haarschnitten. Jetzt sind das irgendwelche inhomogen auftretenden vorindustriellen Trampel und leben in Behausungen, die man sonst in TNG bei irgendeinem Volk gesehen hätte, das von der obersten Direktive vor einem Eingreifen der Föderation geschützt war.
Die Klingonen haben eine Kriegerkaste. Aber es ist ein Volk von Künstlern, Naturwissenschaftlern und Gelehrten.
Der Klingone Antaak berichtet in einer Szene mit Phlox (Mutagener Virus, Star Trek Enterprise) genau darüber, dass im Weltraum salopp nur die Kriegerkaste herumfliegt und ein schlechtes Bild von der klingonischen Gesellschaft vermittelt.

Und ich denke, dass auch das ganz genau für die Romulaner gilt.
Und diese völlig unglaubwürdige Liebesbeziehung zwischen dem völlig unromulanisch auftretenden Narek bzw. dem sich langsam spinnenden Dreieck mit dessen sehr romulanisch auftretenden Schwester (?) Narissa ... immer undurchsichtig und bedeckt, dabei interessieren mich schon nach fünf Minuten die Geheimnisse dieser beiden eigentlich nicht sondern ich bin von ihrem ganzen Gehabe eigentlich nur genervt. Ah, mal wieder das Klischee der fiesen Geschwister, die nicht miteinander aber auch nicht ohne einander können.
Empfinde ich als tolle Würze. Okay.
Klischees gibt es jedenfalls viele in der Serie und weitere Momente schlechter Drehbucharbeit, in denen die Figuren z.B. in quasi aussichtslosen Momenten durch bloßen Zufall von unvorhergesehenen Elementen gerettet werden (v.a. vor ihrer eigenen Blödheit). Nie hätte der echte Picard sich auf so ein unsinniges Abenteuer wie die Reise nach Vashti eingelassen, aber irgendwie musste ja noch Elnor an Bord kommen, sei's drum.
S.o. Picard hat nicht mehr viel Zeit.

Dazu muss man noch erwähnen, das Picard offensichtlich durch sehr kompetentes Personal umgeben ist und er auch seine Connections hat. Die beiden Charaktere da auf seinen Landsitz haben es faustdick hinter den spitzen Ohren.
Es fühlt sich ein wenig wie bei den bajoranischen Widerstandskämpfern an. Großartig.

Da wird ein Bösewicht angedeutet, der dann auch prompt mit seinem alten Bird of Prey auftaucht und Rios' Schiff zu zerlegen droht, wenn nicht plötzlich 7-of-9 am Horizont erscheinen würde und alles wieder durcheinander bricht. Das Universum ist groß, aber nicht groß genug für solche Zufälle. Und ich könnte erzählen und erzählen und käme kaum zu einem Ende was solche Scheißmomente angeht.
Das musst Du jetzt einfach glauben, das ist alles kein Zufall. Auflösung folgt in der Serie. Würde mich wundern, wenn nicht.
Klar, die Serie begeistert viele Zuschauer, weil die Star Trek Fans häufig inzwischen in einem ähnlichen Alter sind wie die alte TNG Crew und für solche Leute heute nur noch selten Sendungen gemacht werden. Das ist reiner Fanservice. Aber früher oder später wird auffallen, wie sehr an den Haaren herbeigezogen viele Storyelemente sind und die Begeisterung wird nachlassen. Oder sie schaffen es, in einem unglaublichen Twist noch irgendwie die Kurve zu kriegen. Das wäre dann allerdings echt ein Wunder. Ich werde Picard weiter schauen, in der Hoffnung, dass dieses Wunder doch noch eintritt. Aber ich bin skeptischer denn je.

Wenn Ihr Euren Spaß mit der Serie habt, gönne ich Euch den. Aber wundern darf ich mich darüber trotzdem. :p
Wirkt auf mich wie Schwarzmalen. Ich finde den Spagat recht gelungen. Der Übergang zwischen den Generationen ist bei StarWars zb dazu im Gegensatz sehr holprig und aufgesetzt verlaufen. Picard ist Picard, und nicht Picard 2.0.
Fanservice ist das Franchise schon immer. Daran sehe ich auch nichts Negatives. Damit lässt sich eben noch Geld verdienen.
Benutzeravatar
Roadrunner
Pustevogel

Beitrag von Roadrunner »

Vielen Dank an Babel.
Denn dadurch habe ich von CC sehr interessante Infos bekommen. Der Dank daher natürlich auch an dich! :d=:
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

Ich nutze das tatsächlich auch gern grade, um gesundes 5/6 - Wissen aufzufrischen und zu festigen. Die meisten Probleme habe ich mit den Namen (Schauspieler gehen mittlerweile, hauptsächlich bei denen, mit denen ich zumindest mal ein paar Worte gewechselt habe). Das geht mir aber nicht nur bei Startrek so.
Daher nicht ganz uneigennützig gern geschehen.
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Star Wars ist ein schlechter Vergleich, weil ich da mit der neuen Trilogie noch mehr fremdele ... und schon die Prequels an sich Schrott waren. Und auch hier dampft es sich letztlich auf die miesen Drehbücher ein. Zum Glück gibt es auch heute noch gelegentliche Story-Highlights, denen man sofort ihre saubere Drehbucharbeit ansieht, aber gerade bei den Blockbustern und Fortsetzungen großer Serien merkt man immer mehr, dass die Macher versuchen, mehr hinein zu legen, als notwendig und passend ist. OK, ich schweife ab.

Deine Antworten überzeugen mich leider nicht sonderlich, CC. Und das meine ich keinesfalls persönlich. Deine Faszination und Deine Loyalität gegenüber dem Franchise beeindrucken mich und ich nehme Dir auch ernsthaft ab, dass Du begeistert bist. Das möchte ich nicht schmälern und durch eine Diskussion hier ggf. abschwächen. Das würde ich sehr bedauern. Mir geht es nicht darum, Dich von etwas anderem zu überzeugen sondern vielmehr zu erklären, wo ich Probleme mit dem Stoff habe

Bin daher am hadern, ob ich auf Deine Punkte jetzt noch mal einzeln eingehen soll, oder nicht.
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

Sehe ich nicht als Battle, keine Sorge. Nichts liegt mit ferner.
Wir können quasi agree to disagree.

Letztendlich ist die Technik des Erzählens immer sehr streitbar und je älter man wird, desto weniger findet man sich mit einer moderneren Art ab - man freut sich ja schon also über bekannte Gesichter. Ich habe mich dagegen entschieden, meine VHS-Kassetten auf einen Sockel zu heben und gehe den Weg des Sturm und Drangs im Filmbusiness gerne ein Stück weit mit. Die Aufnahmetechnik im SciFi-Bereich reißt mich seit Jahren mehr und mehr vom Hocker. Natürlich leidet bei Überfluss ein Fokus auf die Charakterentwicklung darunter. Discovery hat sich dabei zb gut gefangen und mal ehrlich, Picard ist bei Folge 4. Da wird ja grade erst mal das Spielfeld abgesteckt. Ich bin sehr sicher, das wird eher besser als schlechter. StarTrek hat sich traditionell schon immer gut entwickelt, trotz einiger, herber Rückschläge hier und da, wenn Schauspieler aus der Produktion ausgestiegen sind.

Den Vergleich zu StarWars finde ich grade bei Picard recht passend.

Episode 1-3 war bohow und piuu piuu, ähnlich wie bei Discovery. 20 Jahre später werden die Filme im Kontext deutlich reifer. Picard ist wieder Picard, lose Enden wollen aufgespult werden. Die Voraussetzungen sind jedoch ähnlich verschoben, aber bei Picard gelingt es authentischer, weil die Story einfach viel mehr Konsistenz hat. Episode 9 versucht zwar ganz in der Tradition zur Ich bin Dein Vater Enthüllung noch einen draufzusetzen, es ist aber genau das, was man auch erwartet. Picard erfüllt aber nicht nur die Erwartungen an die Story, sondern entwickelt ein größeres Eigenleben. Gut und Böse sind hier nicht so scharf gezeichnet und lassen viel mehr Spielraum zu.

Gerne darfst Du auf meine Punkte weiter eingehen, streitbarer Plot und Story werden traditionell Bei StarTrek unter Nerds komplett zerlegt und analysiert. Es ist quasi der Hauptgrund, warum wir das überhaupt gucken. Wir haben Spaß daran. :) :d=:
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

96% finde ich sehr gut :d=:
Benutzeravatar
d-high
Turntablerocker

Beitrag von d-high »

95% habe ich nicht registriert in der serie, geschweige gewusst :icon16:
Benutzeravatar
CaesarCommodus
Dad Vader

Beitrag von CaesarCommodus »

Das mit dem Plüschtier finde ich dan den Haaren herbeigezogen, und mir kommt es sehr bekannt vor. Ich glaube, Molly auf DS9 hatte mal so eins.
Benutzeravatar
[4T2]Babelfish
Hollywood-Reporter

Beitrag von [4T2]Babelfish »

Alter, die vierte Staffel sollte mal besser mit einer Trigger-Warnung starten ...
Antworten